Die New Yorker U-Bahn - die Subway
Die New Yorker Metro, oft auch Subway
genannt, ist Segen und Übel zugleich.
Das sehr komplexe Netz mit 26 Linien
ist mit über 100 Jahren eines der ältesten
der Welt. Fast 5 Millionen Menschen nutzen
täglich die Metro. Ohne sie wäre das gigantische Verkehrsaufkommen in und um
Manhattan undenkbar und somit ist sie ein
Segen für die Stadt und gleichzeitig ihre
Lebensader. Dies spürt und hört man
recht häufig, denn konstruktionsbedingt
fahren die Züge oft direkt unter den Fußwegen und Straßen. Hin und wieder nur
durch Gitter abgedeckt.
Die Eingänge erkennt man an den grünen Geländern und einer Säule mit einer
Kugel darauf. Ist die Kugel ebenfalls
grün, gibt es die Möglichkeit zum Fahrkartenkauf. Ist sie rot, gibt es diese
nicht. Manchmal sind die verschiedenen
Richtungen über separate Einstiege auf
beiden Seiten der Straße zu erreichen.
Allerdings ist die Beschilderung eher
schlecht, die Bahnhöfe unübersichtlich, der Baustil beengt und alt. Durch das Mehrgleissystem rasen Expresszüge in der
Mitte der Bahnhöfe unter lautem Geratter
hindurch. Müll, Dreck und stickige Luft
gehören einfach dazu. Rolltreppen oder gar
Fahrstühle sind keine Selbstverständlichkeit.
Kunst, tolle Architektur und teilweise sogar
Atmosphäre wie beispielsweise in Paris
sucht man vergeblich.
Das Netz an sich ist besonders in Manhattan
sehr dicht, verläuft in der Regel in der
Nord-Süd-Richtung auf fast jeder Avenue.
Während der Erbauung des Netzes wirkten
mehrere konkurrierende Gesellschaften mit,
weshalb sich die Linien des heutigen gesamten Netzes oft überlagern oder kreuzen.
Das ergibt zum einen kurze Taktzeiten, da
mehrere Linien dieselbe Strecke benutzen,
zum anderen macht es die Sache nicht gerade
übersichtlicher.
In Brooklyn und Queens verzweigen sich die Linien dann mehr und mehr. Die Strecken verbinden die Stadtteile Brooklyn, Bronx und Queens mit Manhattan. Das Besondere: auf den meisten Strecken verkehren Local- und Expresslinien. Local hält an jedem, Express nur an den größeren Bahnhöfen, meist mit Umsteigemöglichkeit. In den Nebenzeiten und nachts gibt es allerdings Variationen bei den Linien, meist werden die Expresszüge dann durch Locals ersetzt. Zu erkennen sind die Locals

an der runden Form des Liniensymbols, die Expresszugsymbole

sind viereckig und stehen auf der Ecke.
Die Richtung wird nicht wie in anderen
Städten mit dem Zielbahnhof oder
ähnlichem bezeichnet, sondern wird
wegen der geradlinigen Ausrichtung in
Manhattan lediglich mit Up- bzw. Downtown bezeichnet. Uptown fährt von
Brooklyn nach Manhattan und dann
nach Queens oder die Bronx. Downtown genau in der Gegenrichtung.
Nicht vom Stadtviertel „Downtown“
beirren lassen: ein Downtown-Zug,
der die Südspitze Manhattans Richtung
Brooklyn verlässt, bleibt bis Cooney
Island ein Downtown-Zug, auch wenn
er sich vom Viertel „Downtown“
entfernt.
Die Subway ist 7 Tage die Woche rund
um
die Uhr in Betrieb. Einen festen
Fahrplan gibt es nicht, die Züge verkehren je nach Verkehrsaufkommen
in meist gleichmäßigen Abständen.
Man unterscheidet die Rush-Hour,
Midday, Evening und Late Night.
Während der Rush-Hour fahren die
Züge teils in 3 Minuten Abständen.
Nachts verlängern sich die Taktzeiten
fließend Richtung 20 Minuten.
Klingt kompliziert? Ist es ehrlich gesagt auch. Nach 10 Stunden Flug abends mit der Metro in die Stadt? Kein wirkliches Vergnügen wenn man zum ersten Mal in New York ist. Doch die Anfangsschwierigkeiten legen sich schnell und nach wenigen Tagen rast man ähnlich schnell durch die Röhren wie die New Yorker selbst. Das System ist komplex und teils verwirrend, aber bei einem derartigen Fahrgastaufkommen anscheinend nötig und bewährt.
Die Linie steht beim einfahrenden Zug an der Frontscheibe, aber auch an der Seite. Oft, aber nicht immer, findet sich an der Seite neben den Einstiegen auch eine Bemerkung ob Local oder Express. Downtown oder Uptown wird durch die Bahnsteige festgelegt. Meist ist es so, dass die langsameren Locals am Rand der Bahnhöfe fahren, Up- und Downtown getrennt auf jeder Seite. Die Expresszüge hingegen teilen sich einen Bahnsteig in der Mitte – auf der einen Seite Down- auf der anderen Uptown. Auf den Karten der Subway sind Localstopps immer Schwarz, Expressstopps weiß hinterlegt. Damit ist die Verwirrung dann komplett.
Als erstes sollte man die Linie zu seinem Ziel wählen
und dann Überprüfen wie Start- u. Zielbahnhof mit
Local oder Express bedient werden. Grundsätzlich muss
man Local verwenden, dieser hält schließlich überall.
Sollten aber beides Expressbahnhöfe sein, dann lieber
der Express, in New York geht es schließlich immer um
die Zeit. Fährt man eine längere Strecke, lohnt sich
eventuell auch einen ein Umsteigen, um den Großteil
der Strecke mit einem Expresszug zurückzulegen.
Im Bahnhof selbst muss man dann nur noch den richtigen
Up- bzw. Downtownbahnsteig finden und „schon“ kann
es losgehen.
Nun braucht man natürlich noch eine Fahrkarte.
In der Subway läuft alles elektronisch mit der
Metrocard. Diese kann mit unterschiedlich langen
Intervallen oder einem Betrag aufgefüllt werden.
Das teils widerspenstige Drehkreuz liest diese dann
und gewährt Eintritt.
Seit dem 31.05.2009 sind die Preise teilweise recht
heftig angehoben worden. Eine Einzelfahrt kostet
nun 2,50$. Nach dem passieren des Drehkreuzes kann
man damit 2 Stunden so weit fahren wie man will.
Auch das einmalige Umsteigen in den Bus ist möglich.
Zweimal das Drehkreuz passieren, ist allerdings
nicht möglich, ein Umsteigen zwischen den
Linien muss direkt innerhalb des Bahnhofs erfolgen.
Die Metrocard kann mit verschiedenen Beträgen
aufgefüllt werden. Ab 10-Dollar Aufladung gibt es 7%
gratis dazu. Diese Art nennt man auch Pay-Per-Ride
Card. Es gibt aber auch Unlimited Ride Cards. Diese
begrenzen lediglich die Zeit der Nutzung, nicht die
Anzahl.
7 Tage zu 29$ bis hin zur Monatskarte für 104$. Eine 7-Tage Karte gilt für den Tag der ersten Benutzung und 6 weitere Tage bis 23.59 Uhr. Wurde die Metrocard benutzt, ist sie für ca. 15 Minuten blockiert.
Ist man mit Koffern unterwegs sollte man erst gar nicht versuchen durch die Drehkreuze zu gelangen. Am besten am Verkaufsschalter Bescheid geben, nach dem Scannen der Metrocard öffnet der Schaffner das Behindertentor und weiter geht’s.
Ist man zu nächtlicher Stunde mit der Subway unterwegs empfiehlt es sich auf dem Bahnsteig in der „Off Hour Waiting Area“ zu warten. Meist ist diese videoüberwacht, im Sichtbereich des Fahrkartenverkäufers oder besonders gut beleuchtet. Außerdem steigt man von hier genau in den Waggon des Schaffners ein. Dies ist immer der zweite. Insgesamt sollte man nachts nie in einen leeren Waggon einsteigen und die Nähe zum Schaffner suchen.
Allerdings gilt das in jeder großen Stadt. Die New Yorker U-Bahn ist nicht gefährlicher als die U-Bahn in anderen Städten, also keine Angst!
www.mta.info
letzte Aktualisierung: März 2011




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